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<rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" version="2.0"><channel><atom:link rel="hub" href="http://tumblr.superfeedr.com/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"/><description>unkritische Filmkritiken



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&lt;p&gt;&lt;img height="288" src="http://www.eins-extra.de/files/189/7521169487_Original_EPG-DB.jpg" width="512"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;strong&gt;Who I think will win:&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Best Film Golden Bear:  ”Tabu” (Portugal, Germany,  Brasilia)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Best Actor : Mads Mikkelsen in “A Royal Affair” (Denmark,  Czech Republic, Sweden, Germany)&lt;/p&gt;
&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;
&lt;p&gt;Best Actress:  Lea Seydoux in “Sister” (Switzerland,  France)  or  Nina Hoss in “Barbara” (Germany) &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Best Director: Taviani Brothers for “Ceasar must die” (Italia)  or Bence Fliegauf for “Just the wind” (Hungary) or Ursula Meier for “Sister” (Switzerland,) &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Best Screenplay:  Kim Fupz Akeson from Norway for “Mercy” (Germany) &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Who I think should win:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Best Film Golden Bear and Best Director:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;“Tabu” Because it is simply the best thing I saw this year and because of its anachronistic and unique narration that never becomes annoying. It made me think “film” still has some surprises for us while everyone is already writing obituaries on the art. A story told with the naivety of a beautiful mind and rich in a deep intellectual way. The actors flirt with our imagination and let us carry on into a romance that bears horrors from the past.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Best Screenplay:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;This year I have seen many good films that could have been great but lacked a better script, so I can’t really say I loved a screenplay this year. But I will be happy if the Silver Bear for screenplay goes to the brothers Paolo and Vitterio Taviani who with “Ceaser must die” wrote a good script with an original type of narration but without surprises and just a few flaws. Kim Fupz Akeson’s original Screenplay for “Mercy” would have deserved the award had it not to suffer through the horrible mutilations made by Matthias Glasner.  &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Best Actor: &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mads Mikkelsen in “A Royal Affair”; watching him performing as Dr. Johan Struensee was a pleasure and a proof of concept: An actor can transport a whole character from anywhere, anytime and any culture to everywhere, just with the use of this craft and without tons of explanatory dialog; but more importantly an actor can share his thoughts without ever speaking them out loud.  Mads Mikkelsen proofs this theory when he plays Struensee realizing his own transformation to a tyrant, or when he understands that no pardon but decapitation awaits him. In an instant Struensee understands the scheme and we his dilemma and fate.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Best actress:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diane Krueger deserves the bear for a coherent interpretation of an all too well known role and character which has been disguised by stupid repetition of clichés and wishful thinking throughout history. Diane Kreuger pieces together a character; an actress in the situation in which Marie Antoinette was, rather than imitating a historically formed predefined Princess. Her performance remembered me of Bertolt Brechts idea of acting while never forgetting that it is an act in which the intellectual performance is dominating the physical. But of course, these days this style is not very much “en vogue”. So I am prepared to be disappointed by the Jury. Although I could live with the price going to Nina Hoss in “Barbara”, in my opinion her best performance yet.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/17829467440</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/17829467440</guid><pubDate>Sat, 18 Feb 2012 18:28:11 +0100</pubDate></item><item><title>Im Zweifel gegen die Kunst: Monte Hellmanns „Road to Nowhere“</title><description>&lt;p&gt;Eine Hand schiebt eine DVD in den Laptop. Handschriftlich ist der Titel darauf vermerkt: „Road to Nowhere“. Die Kamera zoomt in den Laptopbildschirm, wo der Film beginnt. Eine schöne junge Frau fährt ihr Auto an den Rand eines Sees, stellt den Motor ab, und sieht durch die Windschutzscheibe ein Flugzeug senkrecht in den See stürzen und darin versinken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe frameborder="0" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/8jlhcyQCLz8?rel=0" width="560"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der junge Regisseur Mitchell Haven (Tygh Runyan ) dreht einen Film über einen ungeklärten Mord im Süden der USA. Wir sehen Ihn recherchieren, Interviews geben, den Cast aussuchen und mit Produzenten und Drehbuchautoren trinken. Wir sehen Ihn eine unbekannten Schauspielerin („she played in one exploitation-movie before“) in Rom aufsuchen, und mit Ihr am am Trevibrunnen sitzen. Lorie (Shannyn Sossamon) bekommt die Hauptrolle, und ja, Mitchell verliebt sich in Sie. Wir sehen Filmszenen und Produktionsszenen, wir sehen die Hotels und Trailerparks in denen die Filmcrew absteigt, die Proben der Schauspieler und die Sorgen des Drehbuchautoren. Wir sehen Regisseur und Schauspielerin dabei zu wie Sie im Bett Filme sehen, Meisterwerke der Filmgeschichte, die Mitchell jeweils mit “fucking masterpiece” kommentiert. Manchmal sehen wir verschiedene Schnittfassungen der gleichen Szene.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das alles klingt nach einem wunderbaren Film über das Filmemachen, nach einer feingliedrigen  Indie-Version von Stardust Diarys oder 8 ½. Das ist “Road to Nowhere” nicht. Der Film ist widerborstig, und widersetzt sich immer wieder dem kausalen Verständnis. Der Film im Film, ein mysteriöser Film Noir, nimmt viel Platz ein, kann aber vom Zuschauer nicht verstanden werden, da er – und hier ist „Road to nowhere“ logisch – nicht chronologisch gedreht wird. Trotzdem ist es Absicht uns nichts verstehen zu lassen, denn es wäre ein Leichtes gewesen in einer der Interviewszenen den Plot zu erläutern. Es hat zunächst auch einen gewissen Reiz, sich ganz mit den Schauspielern (in Ihrer Rolle als Schauspieler) befassen zu müssen: War das gerade ein guter Take? War das nur eine Probe?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber selbst das beeindruckende Spiel von Shannyn Sossamon (nicht nur im Film eine Entdeckung), kann über 90 Minuten keine Dramaturgie ersetzen. Es ist legitim, dass der Film sich einer kausalen Deutung widersetzt; es ist ebenfalls legitim, den Zuschauer auf falsche Fährten zu locken und seine Sinne schärfen zu wollen. Langeweile aber ist ehrlich, und ich vertraue Ihr blind. Wenn es uns auf halber Strecke egal wird, was mit den Protagonisten passiert, dann deswegen, weil „Road to Nowhere“ sich auch einer emotionalen Durchdringung verweigert. So stellt sich der Filmtitel als Versprechen heraus, und der Film bleibt – trotz  großartiger Schauspieler und vieler guten Ideen - ein Kunststück, wo ein wichtiger Film hätte sein können.&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/15964775775</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/15964775775</guid><pubDate>Mon, 16 Jan 2012 21:46:00 +0100</pubDate><category>Hellman</category><category>Road to Nowhere</category><category>Shannyn Sossamon</category><category>Unnown plesaures Berlin</category><category>2010</category></item><item><title>Wolkenkratzen: Margin Call</title><description>&lt;p&gt;Zu Beginn sehen wir die Skyline der Wallstreet im Weitwinkel: im Zentrum wirken die Türme  imposanter, aber an den Rändern krümmt sich die Welt. Die Wolken ziehen im Zeitraffer vorbei. Sonnenglitzern springt über die Fassaden der Wolkenkratzer. Wallstreet, NY - das war eine Positionsangabe. Die meiste Zeit werden wir in den höheren und tieferen Etagen eines dieser Türme verbringen, und in den Aufzügen dazwischen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/Y2DqFRsPrns" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Margin Call“ versucht den Beginn der Finanzkrise abzubilden, als die Immobilienpapiere der Lehmann Bothers über Nacht praktisch wertlos wurden. (Der Chef der Filmbank heißt passenderweise „Tuld“, der letzte Vorstandvorsitzende der Lehman Brothers „Fuld“). Der Film beginnt mit einer Kündgungswelle: ein Großteil der Etage „Risikokalkulation“ wird vor die Tür gesetzt. Derweilen sitzt deren Chef Sam (Kevin Spacey) in seinem Büro und trauert um seinen krebskranken Hund.  Wenn die Mitarbeiter nach Kündigungsgespräch zurück in Ihr Büro kommen, stehen dort zwei kleine Umzugskisten bereit. So auch in Eric Dales Büro (Stanley Tucci), der noch aus dem Aufzug, mit den Worten „be careful“, seinem jungen Mitarbeiter Peter Sullivan (Zachary Quinto) einen USB-Stick übergibt.  Peter Sullivan entnimmt den Daten dramatisches: die Immobilienpapiere, die die Bank besitzt sind eigentlich wertlos, nur weiß es noch keiner. Immer mehr Menschen werden in dieser Nacht ins Büro gerufen, der Aufzug steigt Etage um Etage, bis am Morgen eine Entscheidung zu fällen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sabine Horst schreibt in der Zeit von „Kriegsmethaphern“ und „Frontschweinen“. Interessanter an  „Margin Call“ ist aber, dass er uns in die Wahrnehmung der Banker eintauchen lässt. Zunächst einmal die Raumwahrnehmung. Ein Großteil des Film spielt im Bürogebäude. Der Wolkenkratzer ist die Welt. Im Aufzug geht es nach oben oder nach unten; unten werden die Abfindungspakete geschnürt. Aus dem Wolkenkratzer erscheint New York als schöne Kulisse, manchmal ziehen die Wolken und Autos im Zeitraffer dahin. Die Zeit drinnen ist abgekoppelt von der Zeit draußen. Bis Mittag werden alle Papiere verkauft sein müssen. „Wall Street“ - der Vergleich ist für einen Finanzthriller ja unumgänglich – spielte draußen, auf den Straßen, in den schönen Wohnungen, bei den schönen Frauen. Dort wurde Geld gemacht, um die Welt zu kaufen. Auch wenn der Untertitel „Every dream has a price“ lautete – noch gab es diesen Traum. In Margin Call ist davon wenig übrig geblieben. Wenn wir die Charaktere draußen sehen, wie Peter Sullivan und Sam, die sich im Morgengrauen beim Luftschnappen vor der Bank begegnen, dann sehen wir, dass Sie zwar ein Leben außerhalb haben - dass Sie dort aber ebenso seltene Gäste sind wie wir.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Margin Call“ ist ein sehr gut gespielter Finanzthriller, der die Spannung der Beteiligten auf den  den Zuschauer überträgt. „It’s just Money. Just Paper with some faces on it so we don’t have to kill eachother to eat something“ sagt Tuld am Ende. „It’s just Elevators“ könnte man im Nachhinein sagen, aber den Film über ist man mit im Aufzug, und bangt in welche Richtung er fahren wird.&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/12488038609</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/12488038609</guid><pubDate>Tue, 08 Nov 2011 00:55:29 +0100</pubDate><category>Margin Call</category><category>Kevin Spacy</category><category>Wall Street</category><category>Finanzthriller</category><category>2011</category><category>Lehmann Brothers</category><category>Money</category><category>Dogs</category></item><item><title>Liebe, Liebe und Tod: Beginners</title><description>&lt;p&gt;„Arthur, du lebt  jetzt bei mir. Das ist das Badezimmer. Das ist das Wohnzimmer. Das ist das Esszimmer wo manchmal Leute zum Essen kommen.“ Arthur ist ein Hund, und antwortet in den Untertiteln. Das ist weniger wunderlich, weiß man, dass Mike Mills der Mann von Miranda Julie ist, und dies sein zweiter  Film Beginners. Wie schon in „Thumbsucker“ (2005 ) - zu erinnern allein schon wegen Keanu Reeves als esoterischem Hypnose-Zahnarzt- ist es eine wunderbare Tragikomödie. Es ist ein Film über Liebe, Liebe und Tod – Zustände die man nicht üben kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe width="560" height="345" src="http://www.youtube.com/embed/S1nVD6BKu_k" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ging es in Thumbssucker noch um das Erwachsenwerden, geht es in Beginners um das Erwachsensein. Oliver (Ewan McGregor) ist Anfang dreißig, Grafiker und  gerade dabei einer Band „die Geschichte der Traurigkeit“ als Booklet zu verkaufen. Er ist einer dieser schönen etwas zu ernst geratenen Männer, die im Indie-Kino glücklich werden dürfen. Auf einer Party trifft er – als Sigmund Freud verkleidet – auf Anna (Mélanie Laurent) und im „du sagst wohin, ich lenke“-Modus fahren Sie durch die Nacht. Das ist eine Liebesgeschichte die „Beginners“ erzählt, und die immer mehr durchsetzt wird von Olivers Erinnerungen an seinen vor kurzem verstorbenen Vater. Die Geschichte des Vaters Hal (Christopher Plummer), wie Sie uns Oliver erzählt, ist die Geschichte eines Mannes, der nach dem Tode seiner Ehefrau entscheidet „nicht nur schwul zu sein, sondern es auch zu leben.“ Über eine Kontaktanzeige lernt er Andy (Goran Visnjic) kennen, der  kaum älter ist als sein Sohn Oliver und mit dem bis zu seinem Tode in einer heiteren Beziehung lebt, inklusive schwuler Videoabende und politischem Engagement in Form von Brieffrankierrunden um den Esstisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe width="560" height="345" src="http://www.youtube.com/embed/QPaDr7Aw0MQ" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beginners ist voll von den Kleinigkeiten, die Filmemacher nicht machen sollten, die man aber sehr gerne sieht, wenn Filmemacher sie gut machen. Voiceover zum Bespiel, Voiceover wie in der Nouvelle Vague, die heute Oliver selbst spricht, und kein Autor mit tiefer Stimme. Die grafischen Einlagen, wenn Mills Olivers Erinnerungen einleitet mit: „so sah die Sonne damals aus, und die Frauen und die Sterne, dass war der Präsident.“  Durch die vielen Stilmittel und Erzählstränge aus dem Kopf Olivers ist „Beginners“ ein chaotischer Film. Es ist kein unangenehmes Chaos, weil Mills präzise im Gefühl bleibt.  Besonders gelungen ist die Geschichte von Hal, Andy und Oliver, eine Geschichte der Freundschaft zwischen Vater und Sohn, mit umgedrehten Vorzeichen: einem Alten,  voller Neugierde auf das Leben und einem Jungen in änglicher Stagnation. Sicherlich ist es auch den biographischen Bezügen zu verdanken, dass Mills in solch gute Mischung aus Melancholie, Humor und Tiefe gelingt. Leider funktioniert die Liebesgeschichte zwischen Oliver und Anna weniger gut. Sie ist angelegt als Gegenmodell zur Liebe Hals und Andys, die trotz des großen Konfliktpotentials einfach und leicht ist. Die Liebe des ernsten jungen Mannes und der schönen jungen Frau hat keine Hindernisse und ist trotzdem immer vom Scheitern bedroht. Mills inszeniert den Beginn der Liebe von Oliver und Anna in einem Reigen von Glücksbildern: Autofahren auf dem Bürgersteig, mit Freunden Graffiti sprühen auf einer Brücke, mit Rollschuhen durch eine Hotellobby fahren (die sehr an den Louvre in „band apart“ erinnert). Das Ganze zu schönes das Ganze unterlegt mit schöner Musik. „Es fühlt sich einfach gut an“ sagt Oliver mit sehr erstaunter Stimme zu Arthur, und der Hund antwortet dem Autor der „Geschichte der Traurigkeit“ mit „Ich hoffe das bleibt so.“ Der Satz den Oliver zum Ende des Filmes hin sagt „Es fühlt sich nicht so an, wie es sich anfühlen sollte“ ist eine präzise Diagnose der Gefühlslage einer Generation. Aber er kommt plötzlich, ohne Momente der Langsamkeit oder der Langeweile. Der Interviewe von Negativ-Film zeigte sich beeindruckt vom „lebensechten Schauspiel“ von Anna und Oliver. Für mich wurde die Liebesgeschichte der beiden – leider - bald zu einem Klischee von Authentizität. Vielleicht sind Mills Bilder vom Glück zu nah an den meinen; vielleicht darf das Kino nicht Bilder vom Glück selbst sondern nur Vorstufen zeigen, die abbaubar sind zu Glück, in Glück übersetzbar. Anna und Olivers Glück war nicht das Ihre sondern ein  fertiges Indie-Glück, aber Ihr Scheitern, das war unser Scheitern, an genau diesen Bildern davon wie „es sich anfühlen sollte.“&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/10160600441</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/10160600441</guid><pubDate>Tue, 13 Sep 2011 12:37:00 +0200</pubDate><category>Mike Mills</category><category>Miranda July</category><category>Beginners</category><category>Thumbsucker</category><category>Woody Allen</category></item><item><title>Super: die Heldenaffen</title><description>&lt;p&gt;“Planet der Affen Prevolution” ist ein Prequel zur 1968 begonnen Planet der Affen Reihe. Ein wundervoller SciFi-Actionfilm und absolut sehenswert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Will Rodman (James Franco)&lt;/span&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;span&gt;ist Forscher bei Genesys, und entwickelt eine Gentherapie gegen Alzheimer an dem auch sein Vater leidet. Tests an Menschenaffen zeigen, dass sich durch das Medikament die kognitiven Fähigkeiten stark verbessern, die Forschung wird aber zunächst aus Geldgründen eingestellt. Als alle Affen wegen der &lt;/span&gt;&lt;span&gt;Beendigung&lt;/span&gt;&lt;span&gt; des Projekts getötet werden, nimmt Will Cesar, ein Affenbaby, nach Hause, das diese genetischen Anlagen geerbt hat. Im Heranwachsen kommt er mit der menschlichen Gesellschaft in Kontakt und führt schließlich die Befreiung der Affen in San Francisco an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe width="560" height="345" src="http://www.youtube.com/embed/T3tidwW1gGM" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;br/&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Der erste Film erzählt aus der Perspektive eines intelligenten Tieres“ rühmen sich die Produzenten. Aber es war wirklich eine gute Idee die Geschichte aus Cesars Sicht zu erzählen. Die Grundidee des Plantets der Affen, dass die menschliche Gesellschaft sich moralisch überlebt hat, setzt dieser Film geschickt um, und befriedigt damit auch unser Bedürfnis als Zuschauer. Cesars Aufstieg zum  Führer der Affen wird als mythische Heldwerdung erzählt: Trennung von den Liebsten, Erniedrigung, schließlich Aufstieg unter den seinen und Sieg gegen die Feinde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute, in postheroischen Zeiten, ist es uns suspekt ungebrochene Helden zu sehen. Wenn aber wenn menschliche Affen das Joch der Knechtschaft abwerfen, sich aus Parkzäunen Speere herausreißen und damit gegen Gewehre kämpfen, dann können wir uns wohlig in den Kinosessel pressen und all unsere Sehnsüchte nach Heldentum befriedigen. Der Kampf der Affen ist dabei immer von antiken Motiven geprägt: sie bilden Phalanxen und kämpfen mit Schildern und Speeren, die Sie durch Umdeutung von Dingen schaffen, die Sie in der Stadt finden. Die Finale Schlacht findet auf der Golden Gate Bridge statt. Wir hoffen, dass die Affen siegen, denn ganz nach dem Original von „Planet of the Apes“ sind Sie die besseren Menschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Visuell ist der Film packend, klassisch erzählt, aber mit vielen spannenden visuellen Details gespickt wenn die Affen sich die Stadt “aneignen”. Jeder der großes Unterhaltungskino schätzt kann sich auf den Film freuen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;**&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trivia: Die Vorlage zum allerersten Planet der Affen, stammt französischen Schriftsteller Pierre Boulle der auch „die Brücke am Kwai“ schrieb. Beide verfilmungen der so unterschiedlichen Bücher wurden riesige Kinoerfolge.&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/10160564201</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/10160564201</guid><pubDate>Tue, 13 Sep 2011 12:34:46 +0200</pubDate></item><item><title>„Und täglich grüßt das Murmeltier“ auf Ecstasy: Sourcecode</title><description>&lt;p&gt;Duncan Jones Film hat man mit Bangen erwartet. Zweierlei Bangen: wir wollten man nach &lt;a href="http://eingewisserblick.tumblr.com/post/960001152/allein-und-weit-weg-moon-2009"&gt;Moon&lt;/a&gt;, wieder einen unterhaltsamen SiFi-Film mit Tiefgang sehen; und  wir wollten den sympatischsten lebenden jungen Filmemacher (eingewisserblick) nicht einen schlechten zweiten Film abliefern sehen. Nach dem Sourcecode-Preview können wir Jonesanhänger uns entspannt zurücklehnen. Sourcecode kann nicht ganz an &lt;a href="http://eingewisserblick.tumblr.com/post/960001152/allein-und-weit-weg-moon-2009"&gt;Moon &lt;/a&gt;anschließen, ist aber für einen ersten zweiten Film sehr gelungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/NkTrG-gpIzE" height="349" width="560"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Colter Stevens (Jake Gyllenhaal, aus Brockeback Mountain) ist ein Airforce-Piloten auf einer Mission im „Source Code“ - einer Art Simulation mit der es möglich ist in die letzten acht Minuten eines Verstorbenen einzutauchen. Seine Acht-Minuten-Mission wiederholt sich so lange bis er die Bombe findet, die einen Zug sprengte. Aber warum will Ihm keiner sagen wo er sich befindet, und was wird mit Ihm geschehen, wenn er die Bombe gefunden hat?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Kritiker haben bemerkt, dass der Plot etwas verwaschen ist. Tatsächlich kann man die Geschichte nicht vollends logisch auflösen. Es ist aber nicht weiter störend, da der Film ein Tempo vorgibt, dass einen nicht lange darüber grübeln läßt; und es macht Spaß, das selbe Zugabteil immer wieder neu zu entdecken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dem zweiten Film können wir schon eine Handschrift Ducan Jones entrdecken: er läst die Schauspieler immer ein wenig ein wenig expressiver spielen, als man es gewohnt ist. Und seine Schauspieler setzen das wunderbar um. A train bigger than life - ein schöner, actiongeladener, SiFi-Film!&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/6296591017</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/6296591017</guid><pubDate>Tue, 07 Jun 2011 23:47:00 +0200</pubDate><category>Sourcecode</category><category>Ducan Jones</category><category>SciFi</category><category>SiFi</category><category>Train</category><category>Bomb</category></item><item><title>Nachtrag Cannes (TATSUMI, THE DAY HE ARRIVES, TREE OF LIFE) </title><description>&lt;p&gt;Rückreisen und Heimkünfte sind nervenaufreibend, deswegen erst jetzt ein paar kurze Kritiken zu drei Filmen die mehr Worte verdient hätten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beginnen wir mit Tasumi, einem Film von Erich Khoo, dem einizigen Animationsfilm den wir in Cannes sahen. Der Film ist eine beeindruckende Kollage aus dem Biographie und Werkportrait, und nach einer Weile gibt man es auf die beiden von einander trennen zu wollen, und taucht ganz ein in die Welt von Yoshihiro Tatsumi, dem  Begründer und Meister der „Gekiga“. „Gekiga“, so erklärt uns der Film, sind „Manga“ für Erwachsene, gezeichnete Geschichten die auch vor dem schockierenden und makaberen nicht zurückschrecken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/doIaY-iGGGs" height="349" width="560"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;(ausserdem ein Making of: &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ke7Nf2_EwOc"&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ke7Nf2_EwOc"&gt;http://www.youtube.com/watch?v=Ke7Nf2_EwOc&lt;/a&gt;&lt;/a&gt;)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wünsche mir sehr, dass Tasumi auch in Deutschland in die Kinos kommt; bei dem geringen Comicinteresse hierzulande scheint es mir aber unwahrscheinlich. Auf jeden Fall ein Film, den man seine Videothek zu kaufen zwingen sollte!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;*&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer dieses Blog schon länger verfolgt, wird wissen, dass ich ein &lt;a href="http://eingewisserblick.tumblr.com/post/651802921/hahaha-hong-sang-soo"&gt;großer Verehrer von Hong SangSoo&lt;/a&gt; bin. Im lezten Jahr war er mit Hahaha in Cannes vertreten. Dieses Jahr ging er mit „The Day he arrives“ ins Programm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seongjun (YU Junsang) kommt aus der Provinz nach Seoul zurück, um dort einen Freund zu besuchen. Er ist Reggiseur (Küstler sind Sansoos Figuren immer) und Professor an einer Provinzhochschule. Auch alle Menschen die er in der Stadt trifft – drei Generationen von Protagonisten – kreisen um das Kino, ohne je einen Film zu machen. Filmstudenten, Filmprofessoren, Filmemacher ohne Filmideen. Rudolph Thome – auch ein Sangsoo-Fan – soll in einem Interview gesagt haben in Deutschland hätte man Ihn für einen Film über Filmemacher zerrissen. Aber „The Day he Arrives“ ist weniger ein Film über das Filmemachen, es ist mehr ein Film über Hoffnungen und Ihren verführerischen Geschmack.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/w6NADPf61vk" height="349" width="560"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein klassischer Sangsoo: Kunst, Liebe, Hoffnung, mässiger Erfolg, großer Genuss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;*&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am wenigsten gerecht werde ich Malicks „Tree of Life“ werden können. Aufwendige Kritiken gibt es zu diesem Film glücklicherweise viele. Ich wage nicht mehr als einen Eindruck.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/WXRYA1dxP_0" height="349" width="560"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Anfang war der große Knall, dann gab es eine Sonne, die Erde war ein Feuerball, kühle sich ab, Leben entstand, wuchs, ging an Land, veränderte seine Form; das Land wurde grün, durch das Grün liefen Dinosaurier, ein Asteroid tötet Sie… All das, so scheint Malick uns sagen zu wollen, vergessen wir im Kino, wo es auf der Leinwand  selten etwas anderes gibt als Menschen. Zwanzig Minuten Universum. Mit Symphoniebegleitung und Großaufnahme, dass, was man sonst nur Nachts auf Phönix sieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Schlüsselszene der Urzeit: Ein Dinosaurier tränkt sich am Fluss. Ein Anderer pirscht heran und wirft Ihn zu Boden. Seine Tatze bedeckt das Gesicht des Ersten; zwischen seinen drei Zehen sehen sehen wir das Auge des Besiegten. Der Angreifer steht eine Weile da, dann hebt er langsam die Tatze und läuft  davon. Die Erfindung der Güte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Die Familie ist das Universum des Individuums“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie Malick den Sprung aus dem Universum in die Familie geschafft hat, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Wir verfolgen nun das Leben Jacks  (Hunter&lt;em&gt;&lt;span&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;McCracken) und seiner Brüder in den fünfziger Jahren. Mr. O’Brien (Bratt Pitt) gibt einen Fabrikangestellten der mehr erreichen will; der sich vom Leben um seienn Teil betrogen sieht, und meint Härte sei der weg es sich zu holen. Brad Pitt gibt diesem Vater im Laufe der Erzählung eine Tiefe, die uns erschrecken läßt vor der Wut die in diesem spröden Mann lodert. Und uns näher an Jack heran bring, auf den sich diese Wut verebt hat. Malick setzt ein weibliches und ein männliches Prinzip gegeneinander. Es sind nicht ganz aufzulösende Kindereindrücke von väterlicher Macht, mütterlicher Schönheit und der Unendlichkeit des Waldstücks. Am Ende wird Jack zu Sean Penn und der Film undurchdringlich Methaphysisch. Menschen laufen am Meer. Frauen und deren Töchter. Ich muß an „Mirror“ von Tarkowski denken, aber hier fühlt es sich übertrieben bedeutungsschwanger an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unvergesslich ist die Kamera von Emmanuel Lubezki. Sie ist wie an Schatten montiert, immer in Bewegung, nimmt vorweg, heftet die Schauspieler mal in Malicks Welt fest, und gibt unseren Blicken manchmal so etwas wie Beweungsfreiheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube der Preis war so verdient, wie der Film gewagt war. Ich bin überzeugt, dass viele Federn, die den Film verdammen in einer Logik schreiben die da heißt „wie viele gute Filme hätte man mit diesen Mitteln machen können“. Diese Logik ist falsch; Es gibt  verschiedene Geschichten, und manche Geschichten können nicht anders erzählt werden als mit Aufwand und viel Geld; Ich freue mich darüber, dass das noch immer gelingen kann. Das im europäischen Förderkino Wahnsinn normiert ist, und Geld knapp, sollte uns nicht davon abhalten uns an Hollywoods gigantischer Bildmaschine zu erfreuen so lange es noch geht.&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/6207572666</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/6207572666</guid><pubDate>Sun, 05 Jun 2011 11:55:00 +0200</pubDate><category>tree of life</category><category>malick</category><category>cannes 2011</category><category>eric khoo</category><category>hong sangsoo</category><category>tatsumi</category><category>the day he arrives</category></item><item><title>Dresens "Halt auf Freier Strecke"</title><description>&lt;p&gt;Einige waren direkt nach dem letzten Bild aus dem Saal geeilt, wir anderen standen und klatschten; klatschten vielleicht auch die Augen trocken. Andreas Dresen und die Schauspieler von “Halt auf freier Strecke” wußten nicht recht wohin zwischen Samt und Applaus. Sie standen zusammen wie eine Heilbronner Familie die gerade aus dem ICE gestiegen ist und staunten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/5KXweyURWP4" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Frank (Milan PESCHEL) und Simone (Steffi KÜHNERT) sitzen sehen den Arzt an, der macht in kleine Nickbewegungen und sagt Füllworte. Dazwischen kommen die Worte “Gehintumor”, “wenn man operiert” und nicht operabel. “Sagt man es den Kindern?” fragt Simone und in Ihren Augen ist diese Hoffnung, dass jemand  Antwort haben könnte auf die Situation, dass es Regeln gibt, denen es zu folgen gilt. Aber es gibt keine Gesetzmäßigkeit, ausser, dass Frank sterben wird, nach Weihnachten, und wir Zeugen werden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Andreas Dresen hat zunächste wieder einen Film geschaffen auf den das deutsche Kino stoltz sein kann. Es ist ein zutiefst deutscher Film, ein Film aus der berliner Vorstadt mit Ihren Doppelhaushälften, Baumärkten und Carports. Frank arbeitet im Paketzentrum, Simone ist Tramführerin bei der BVG. Franks Vater fährt einen Hart erarbeiteten Mercedes und schimpft über stockenden Verkehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube “Würde” ist das Wort, dass Dresens Regie am besten charakteresiert. Schon in “Wolke 9”, wo er den Fragen von Liebe im Alter nachging, beeindruckte er mit diesem kompromisslon Blick der alles zeigt ohne bloßzustellen. Er schafft es Intimität von Menschen einzufangen, die über  solche Worte nicht nachdenken. Zu Wolke 9 sagte er in einem Chat “das sind aufgeklärte Menschen”; vielleicht sind Dresesn Filme auch “aufgeklärte” Filme. Es gibt bei Ihm keine Überhöhung, keine mystischen Elemente, keine großen Bilder. Sein Blick ist unscheinbar, seine Kamera verschwindet schneller, als die der meisten Regiseure. In “Wolke 9” und “Halt auf freier Strecke”, wo er mit viel Improvisation gearbeitet hat, vergisst man ebenso schnell das Spiel der Schauspieler, fühlt sich nicht mitten in der Geschichte sondern beim Leben der anderen dabei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kommen wir zum Deutschen zurück. Es meint für mich eine bestimmte Sachlichkeit in der Nacktheit, in der Darstellung von Sexualität, die Kraft nicht zu poetisieren. Es ist eine “Aufklärung mit menschlichem Antlitz” die Dresen betreibt; Frank in Großaufnahme, wenn er seine Gedanken ins Iphone spricht; sein kleiner Sohn der fragt, ob er es erben wird;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und irgendwann sitzt Franks Tumor bei Harald Schmidt, und wird gefragt ob er sich nicht manchmla “bösartig” fühle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein großartiger, berührender Film; ein Existenzberechtiungsschein für den Deutschen Film. Mir graut nur schon vor Redakteuren die meinen man könne “das Rezept” “kopieren” – Mut wird aber nicht kopiert sondern erkämpft.&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/5578552023</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/5578552023</guid><pubDate>Tue, 17 May 2011 18:29:14 +0200</pubDate></item><item><title>Ein Blick in Diogones Tonne: Kim Ki-duk's Arrirang</title><description>&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Kim Ki-duk’s Arrirang sieht in den ersten Minuten wie ein furchbar langweiliger, asiatischer Festivalfilm aus, und wird dann zu einer Tour-de-force durch das Leben eines Regisseurs. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/udZEpQVKcGQ" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Die letzen drei Jahre seit “Dream” (2008) hat Kim Ki-duk in einer Einsiedlerhütte in den Bergen verbracht, in der es so kalt wird, dass er im Wohnzimmer in einem Zelt schläft und filmt. Weil er nach einem Unfall einer Schauspielerin beim Dreh und Enttäuschungen durch Freunde keinen Film mehr machen kann, entscheidet er “einfach einen Film zu machen, egal ob er langweilig ist”. Dieser Film ist Arirang. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Der Tagebuchfilm hat nur wenige Längen, und Kim Ki-duk schafft es den Zuschauer mit stilistischen Wendungen bei der Stange zu halten. So läst er sich von seinem Schatten fragen stellen, und kommentiert die Antworten vor dem Schnittmonitor. So etwas höhrt sich dann in etwa so an:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Kim Ki-duk im Schnittfenster (Lange Haare, betrunken): “Ich kann nicht sehr gut meine Gedanken in Worte fassen.&lt;br/&gt;Kim Ki-duk vor dem Monitor (Haare zum Zopf, Tageslicht): “Natürlich kannst du. Das ist lustig.”&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Es ist ein sehr intimes Porträt geworden in dem fast jeder emotionaler Zustand Kim Ki-duks abgebildet ist, aber auch Alltag wie der Bau einer Espressomaschiene. Inhaltlich reflektiert er viel über sein Werk als koreanischer Filmemacher, über Kino und den Tod. Er denkt darüber nach was Ihn in diese Situation gebracht hat, und warum er in Ihr verharrt. Ausserdem beschimpft er sich gerne. Die Passende Musik schafft er sich selbst, indem er das koreanische Lied “Arirang” in verschiedenster Art und Weise singt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Ein sehr interessanter Blick in die Tonne das Denken dieses und anderer Filmemacher, mit einfachsten Mitteln geschickt zusammengesetzt. Ich könnte nicht viele solcher Filme sehen, aber diesen sah ich sehr gerne. Bewonders empfehlenswert für weinerliche Filmemacher, und alle die es werden wollen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/5515747691</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/5515747691</guid><pubDate>Sun, 15 May 2011 19:49:25 +0200</pubDate></item><item><title>Wunderschönes Aschenputtelallerlei: Sleeping Beauty</title><description>&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“Perverse Männerfantasien spalten Cannes” schreibt der Focus zu “Sleeping Beauty”, dem Erstling von Julia Leigh und hat damit so ziemlich alles falsch verstanden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/9KmnrEWoYrE" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Emily Browning (gerade in der echten Männerphantasie “Sucker Punch” zu sehen) spielt die wunderschöne Lucy, ein modernes Aschenputtel, Studentin mit alkohlabhängiger Mutter und drei Jobs, die sich ab und an in schicken Bars prostituiert. Irgendwann findet Sie einen kuriosen und lukrativen Nebenverdienst: das nackte Servieren bei feierlichen Tischgesellschaften alter Männer. Später wird aus dem Servieren schlafen werden. Lucy wird dafür bezahlt sich unter  Schlafmitteln nackt in einem Bett zu räkeln. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;“There will be no penetration. Your Vagina will be a Temple, a holy place” sagt die Organisatorin. “My Vagina is no holy place” antwortet Lucy.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“Sleeping Beauty” ist zunächst einmal ein sehr schöner Film. Die Bilder von Julia Leigh sind gut kadriert in schönen Farben und Fahrten. Emily Browning ist immer wieder wundervoll in Szene gesetzt, und auch die älteren Nebendarsteller der Tischrunde sind in  ihrem körperlichen Spiel beeindruckend. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Überhaupt funktioniert die Ebene der erotischen Phantasie (Prostitution und “schöner Schlaf”) sehr gut. Leigh schafft hier die Atmosphäre eines Parfüms das süß am Boden entlang kriecht. Natürlich handelt sich nicht um Männderphantasien, sondern um Frauenfantasien. Diese wiederrum erinnern mich sehr an die Filme Cathrine Breillards. In “Anatomy of Hell” geht es ebenfalls um dieses “Betrachtetwerden” des weiblichen Körpers, den Wunsch nach vollständiger Objektwerdung. Beillard hat – so will es der Zufall – 2010 auch einen Film mit dem Namen “Schlafende Schönheit” gedreht. Ansonst kann man “Sleeping Beauty” auch als “reversed Eyes wide Shut” betrachten, Eyes wide Shut” aus der Sicht der Kellnerinnen, mit ein bisschen “Salo”. Ingebord Bachmann wird übrigens auch zitiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Die soziale oder “reale” Ebene des Dramas bleibt leider trotz aller versuchter Tiefe aufgesetzt. Lucys Freund “Birdman” sticht zwar aus dem Aschenputtelallerlei hervor, aber vermag diese Ebene des Films nicht zu retten. Lucy bleibt – trotz Brownings sehr guten Spiels – eine Figur der eine Geschichte angetackert wurde. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Insgesammt ist “Sleeping Beauty” durch seine schönen Bilder und seine andersartigen, weiblich-obszönen Blickwinkel ein sehenwerter Film. Für die Palme wird es aber zurecht nicht reichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/5515520919</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/5515520919</guid><pubDate>Sun, 15 May 2011 19:42:31 +0200</pubDate><category>Cannes 2011</category><category>Sleeping Beauty</category><category>Selection Officiel</category><category>Official Slection</category><category>Frauenfantasien</category></item><item><title>Nachtrag zu Moon</title><description>&lt;p&gt;Zu dem wundervollen Film “Moon” von Duncan Jones gab es hier schon eine Kritik. Und was könnte es unkritischeres geben als Ihn hier - mit einem Jahr Verspätung - zu feiern. Ich habe eben das folgende Video gefunden, und es ist die schönste Dankesrede, die ich kenne. Ich hoffe er macht noch viele gute Filme, und wünsche uns das selbe:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe title="YouTube video player" width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/kW4oX1dJlIc" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/4462109550</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/4462109550</guid><pubDate>Sat, 09 Apr 2011 10:09:26 +0200</pubDate><category>Moon</category><category>Ducan Jones</category><category>award</category><category>Sieg</category><category>die Guten</category></item><item><title>Szenen einer Ehe, prekär: Miranda Julys "The Future"</title><description>&lt;p&gt;&lt;span xml:lang="EN-US" lang="EN-US"&gt;„No one belongs here more then You“ heißt ein Erzählband von Miranda July, „Me You and Everyone you know“ (2005) Ihr erster Langfilm. &lt;/span&gt;&lt;span&gt;Und schon diese beiden Namen geben einem dieses seltsame Miranda July Gefühl, ein Gefühl, von dem &lt;a target="_blank" href="http://www.perlentaucher.de/berlinale-blog/187_zwischen_zwei_phasen_in_permanenz%3A_miranda_julys_%27the_future%27"&gt;Thomas Groh&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;span&gt;glaubt, junge New Yorker hätten es einst bei Woody Allen gespürt. Vor der Kritik zu the Future hier also erst einmal eine Einführung in das „July“-Gefühl mit Ihrem Kurzfilm aus dem Jahre 2005: “are you the favorite person of anybody?”&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe frameborder="0" height="300" width="500" src="http://player.vimeo.com/video/6715502?title=0&amp;byline=0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;In „The Future“ macht Miranda July die verheerende Wirkung des großen Wollenmüßens erfühlbar. Leider schafft Sie es dabei nicht aus den teilweise brillanten Szenen&lt;/span&gt;&lt;span&gt; einen solchen Film zu machen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;&lt;strong&gt;Eine gewöhnlich ungewöhnlicher Indie-Plot&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Sophie (Miranda July) und Jason (Hamish Linklater) sind ein dreißigjähriges&lt;span&gt; &lt;/span&gt;Paar in Los Angeles, die ein Macbookleben zwischen präkerem Job, Alltagskreativität und dem Internet führen; zu den wenigen Konstanten gehört das späte Aufwachen und der Griff nach dem Laptop. Um aus dem Kreislauf des immerneuen Immgergleichen auszubrechen, beschließen Sie eine Katze zu adoptieren. „Paw Paw“, die Katze, muß wegen gebrochener Pfoten noch einen Monat lang im Tierheim bleiben, bevor sie in ihr neues Heim ziehen kann. Dreißig Tage, die Sophie und Jason noch in Freiheit haben bevor – so glauben Sie – alles für immer Anders wird. Dreißig Tanzvideos will Sophie bis dahin auf Youtube einstellen, so viele wieSie in Ihrem Leben nocht nicht gemacht zu haben scheint. Um den letzen Monat in Freiheit ganz auskosten zu können kündigen die beiden erst ihre Jobs und schließlich sogar das Internet. Der Tyrannei einer solchen Freiheit halten beide nicht lange stand: Jason läßt sich als Hausierer einer Bäume verkaufenden Umweltorganisation einspannen, Sophie beginnt eine Affäre mit einem älteren Vorortfabrikanten. Und dazwischen erzählen uns zwei gebrochene Katzenpfoten was es mit der „Zeit“, dem „Wild-„ und „Zuhauseseins“ auf sich hat.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_li3r7rvGgL1qbblif.jpg"/&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;&lt;strong&gt;Präzesion des Gefühls&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Miranda July ist eine Meisterin des Details, der Szene. Im Hause von Paul etwa, neben dem Sophie etwas steif auf einem Ledersofa sitzt. Eine Weile passiert nichts, dann legt er seine Hand auf Ihren Schenkel. Ohne große Leidenschaft aber auch ohne Schüchternheit. July trifft die Zwischentöne genau. Wir sehen Sophie, wie Sie sich an einem Sessel masturbiert, die Augen geschlossen wie um sich zu verlieren. Paul schiebt ihren Rock hoch und ihren Slip herunter. Er geht ein Kondom holen. Da passiert es: wir sehen eine junge Frau im Haus eines älteren Mannes, ihr Po schaut unter dem hochgeschoben Rock hervor und sieht verloren aus. „Sie muß frieren“ denken wir. Wir sehen nun mit den Augen Sophies eine Reihe willkürlicher Objekte: eine sehr hässliche Vase, eine holzgeschnitzte Maske… &lt;span&gt; &lt;/span&gt;Der Raum und Bild sind die Gleichen, aber alle Erotik ist mit einem Mal verschwunden. Miranda Julys Genie, das ist Ihre Präzision des Gefühls. &lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Irgendwann wird Jason mit dem Mann im Mond sprechen und die Zeit anhalten. Das ist schade, denn July scheint nicht gemerkt zu haben, dass Sie das längst konnte. Wenn Pauls Tocher sich ein Loch in den Garten gräbt, immer wieder hineinsteigt bis wir irgendwann nur noch Ihre zufriedenen Augen sehen, dann läuft zwar der Film weiter die Szene aber bleibt außerhalb der Zeit stehen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span&gt;messed up truth&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/2TTGhyp-mhE" height="390" width="480" title="YouTube video player"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;In Ihrem ersten Film, „Me, You and everyone we know“ sind viele solcher Momente in eine Geschichte eingespannt. Und es spielen dort &lt;/span&gt;&lt;span xml:lang="EN-US" lang="EN-US"&gt;gut erfundene Charaktere, die Julys Begriff von Wahrheit sehr nahe kommen: “What I like best is this sort of complicated messed up truth, like the one that’s like so imperfect that you know it’s true.” Für “The Future” gilt eher die Umkehrung: „It’s not automatically true, just because it’s messed up and imperfect“. &lt;/span&gt;&lt;span&gt;Sie habe vieles mit den Charakteren gemein, hört man von July in Interviews. Vielleicht zu vieles, den die Figuren und Szenen des Films wirken oft nicht für den Film erfunden, sondern als hätte Miranda July Sie irgendwo gefunden und mit Gewalt in einen Film gepresst; als würde dieser Film bersten, wenn man Ihn an der falschen Stelle höbe. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Gemeinsam ist den Filmen Ihre grundsätzliche Bejahung der Charaktere; immer lachen Sie über sich, noch bevor wir über Sie lachen können. Weise sind nur Greise, Kinder und Katzen: immer wieder gibt July uns das Gefühl, dass Erwachsensein sei eine eigentlich lästige und anstrengende Phase zwischen dem Ernst der Kinder und der Ruhe der Alten. Deren Liebe bleibt in beiden Filmen etwas unerschütterliches, ein Horizont für all die ungerichtete Hoffnung; ein abgeschlossenes Werk, das Männer als Erzählung vollenden, die ihr „Du“ überlebten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;&lt;strong&gt;Trust the machine!&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h6&gt;&lt;span&gt;Es ist nicht selten, dass ein Filmemacher an den Erfolg seines Erstlings nicht anknüpfen kann. Woran aber lag es bei Miranda July, dass Ihr erster Film so viel reifer war als dieser Zweite? Fündig werden wir in dem hervorragenden Text&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;a target="_blank" href="http://www.filmmakermagazine.com/issues/spring2005/features/everyone_she_knew.php%20"&gt; „Everyone she knew“&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;span&gt;von Scott Macaulay. &lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;Er recherchiert präzise die Entstehung von „Me You and Everyone we know“ von der ersten Idee „on the L train to chicago“ bis zum Beginn der Preproduction im Jahre 2004. &lt;/span&gt;&lt;span&gt;Dazwischen bewirbt sich Miranda July jedes Jahr beim Writers Lab des Sundance Film Festivals, wird abgelehnt, schreibt neu, wird abgelehnt, wird schließlich eingeladen, schreibt das Buch wieder um. Ein Verantowrtlicher von Sundace erinnert sich:&lt;/span&gt;&lt;/h6&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;br/&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;h6&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;span&gt;She submitted to the lab again in the fall, and this time she was accepted. Remembers Satter, “For about a year we had had conversations, and each time I read the script, it had gotten to a new stage. Characters began to jump off the page. It initially felt like short stories that weren’t connected to each other, but it had begun to grow. There was an irony and also a kind of humanism, and the characters were funny and interesting.”&lt;/span&gt;&lt;/h6&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;h6&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Ich glaube, es ist ein großer romantischer Irrtum – von den sinkenden Produktionskosten durch das digitale Filmemachen befördert – zu glauben, Kunstwerke würden besser, wenn man dem Künstler möglichst freie Hand ließe. Dass das Gegenteil der Fall ist, zeigt uns der Vergleich von „Me You and Everyone we know“ und „The Future“.&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;Künstler müßen beim Denken völlig frei sein, bei der Umsetzung aber gewinnt das Kunstwerk meist, wenn es erklärt, verteidigt und somit wieder und wieder gedacht werden muß. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;Es ist zu hoffen, dass Miranda July bei Ihrem nächsten Film mehr Hilfe in diesem Sinne haben wird, um Ihre Ideen in eine Form zu schleifen, in der Sie&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;wirklich glänzen können.&lt;/span&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/h6&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;**&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;P.S.:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;span&gt;Ein schönes Interview mit Miranda July: &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/_UBtwWYY4uw" height="390" width="480" title="YouTube video player"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Ein grausamer Beitrag von Arte, bitte vorher die Zahnschiene einsetzen; Es gibt derzeit keinen anderen Trailer:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;iframe frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/GmIFSCRhYzo?rel=0" height="349" width="560" title="YouTube video player"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/3896204657</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/3896204657</guid><pubDate>Wed, 16 Mar 2011 10:44:13 +0100</pubDate><category>Miranda July</category><category>Kritik</category><category>The Future</category><category>Me You and Everyone we Know</category><category>Sundance</category><category>Berlinale 2011</category></item><item><title>Adam, Adam, Eva: 3 von Tom Tykwer (2010)</title><description>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Strommasten fliegen vorbei, zwei Linien aus Überlandkabeln, &lt;span&gt; &lt;/span&gt;„Paral-le-lität“ tönt es aus dem Off, Kabel die sich näher kommen und sich voneinander entfernen, „Nicht heiraten - Nicht zusammenziehen - Nicht Kinder “ fragt die Männerstimme „Doch zusammenziehen, Doch Kinder!” die Fahrt wird langsamer, „du stirbst“ sagt Simon (Sebastian Schipper) und wir sehen Ihn auf Hanna (Sophie Rois) liegen. „Wieso ich?“ fragt Sie. Bis hierhin könnte „Drei“, der neue Film von Tom Tykwer, ein genialer Kurzfilm sein. Dann wird es „kompliziert“, wie es später heißen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;object width="640" height="385"&gt;
&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/tAzTlo7ZM70?fs=1&amp;hl=de_DE"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/tAzTlo7ZM70?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Hanna und Simon sind in Ihren Vierzigern und seit 20 Jahren ein Paar. Sie ist Fernsehreporterin, er baut Künstlern die Kunstwerke zusammen. Beide stammen sie aus einer nicht näher benannten westdeutschen Provinz und führen ein Leben im Berliner Kunstmilieu aufgebaut, inklusive maßvoll chaotischer Altbauwohnung mit Holzfußboden und Vernissagen. Dann kommt Adam (großartig: Devid Striesow, der manchmal an einen jungen Anthony Hopkins erinnert). Das Experiment beginnt.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Hanna und Simon treffen unabhängig voneinander auf Adam, den Stammzellenforscher, und beginnen beide eine Affäre mit Ihm. Er ist das eigentlich beeindruckende an diesem Film. Er ist nicht nur Stammzellenforscher, sondern auch Sänger und Segler, Fussballspieler und Fussballfan. Eine Art unverdorbener, ostdeutscher Übermann, frei von jeglichem “Unbehagen” der durch nichts zu verführen scheint als durch sein Jungenlächeln. Kein Schamloser Mann, sondern ein der frei von Scham ist. “Hier wohnst du?” fragt Hanna, als das Taxi vor dem Plattenbau stehen bleibt. “Ja” antwortet Adam lächelnd. Sophie Rois gibt die Hanna hier besonders wunderbar, mit einer Mischung aus Sprödheit, Humor und Görentum.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Adam ist auch ein Sinnesmensch, ein Sinnesmensch gegen zwei Kopfmenschen. Der “Besucher“ in Pasolinis “Theorema”, einem ähnlichen Experiment wie auch Tykwer es aufführt, ist ein junger Künstler. Was aber wenn die Bürgerfamilie selbst aus Künstlern besteht? Dann entsteht aus der Antithese heraus ein solcher Adam - ein singender Stammzellenforscher. Die Stammzellenmetapher führt Tykwer weit aus. Wie die Stammzellen die er untersucht ist Adam, “multipontent”, verwandlungs- und universal liebesfähig. Als Simon nach einer homosexuellen Erfahrung mit Ihm, bei einem Bier versucht sich über seine eigene Sexualität klar zu werden, lacht Adam über das Wort “schwul” und schlägt ihm vor sein “deterministisches Biologieverständins zu überwinden“. Der Naturwissenschaftler Adam kategorisiert in der Arbeit, außerhalb ist er von solchen Wünschen frei.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Es sind übrigens die homoerotischen Szenen auf dem berliner Badeschiff, die am stärksten aus dem “Experiment” herausfallen und eigener Intensität gewinnen. Die restlichen Sexszenen - und es gibt davon einige - bleiben recht steril, Platzhalter für Sexuelles, ohne, dass sich der Dialog der Figuren im Sex weiterginge. Am Ende bleibt ein Film der seine Mitte im Gegensatz zu Adam nicht gefunden hat. Ein schöner Film, ein Film der ganz “deutsch” ist, der das berliner Bildungsbürgertum Prenzlauerberger Prägung genau beschreibt (Hanna zu Simon: “warum schämst du dich noch immer einen Mercedes zu fahren?”), seine Herkunft nicht vergisst (Simons 68ger Mutter, gespielt von Angela Winkler, zitiert Hesse und lässt sich nach ihrem Tod von Gunter von Hagen plastinieren) und Berliner Orte und Stimmungen wieder aufleben lässt. Ein Film mit vielen Inhaltlichen und formalen Einfällen, von denen einige leider nicht die Geschichte vorantreiben. &lt;span&gt; &lt;/span&gt;So ist aus “Drei” trotz großartiger Schauspieler und guter Ideen kein Meisterwerk entstanden. Tom Tykwer hat es nicht geschafft das “junge deutsche Kino” in sich zu zähmen - dabei hätte er Präzision der Erzählung und Willen zur Form von Jüngeren lernen können: Maren Ade z.B., deren “Alle Anderen” von den Cahiers du Cinema gerade als “Meisterwerk” gewürdigt wurde.&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/2511981765</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/2511981765</guid><pubDate>Wed, 29 Dec 2010 14:27:07 +0100</pubDate><category>Tom Tykwer</category><category>Drei</category><category>3</category><category>deutscher Film</category></item><item><title>Lebanon (2009)</title><description>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Ein Film in 3 Bildern. Der Panzer von Innen, der Blick aus dem Panzer durch das Gyroskop; mit oder ohne Zoom. „Lebanon“ spielt im ersten Libanonkrieg, 1982. Vier junge Soldaten, Shmulik (Itay Tiran), Assi(Oshri Cohen), Hertzel (Michael Moshonov) und Yigal(Michael Moshonov) überqueren in ihrem Panzer die Grenze und befinden sich im Krieg. Der Zuschauer ist mit Ihnen im Panzer, und wird diesen bis zum Ende des Films nicht wieder verlassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
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&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/a24w6lzxeUc?fs=1&amp;hl=de_DE"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/a24w6lzxeUc?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Samuel Maoz hat in diesem Panzer einen atmosphärischen, klaustrophobischen Raum geschaffen. Manchmal denkt man an Alien, wenn eine zähe Flüssigkeit die Wände herunterfließt, manchmal an ein Uboot, die Soldaten schon zu Beginn in einer dunklen Pfütze stehen, von dem nicht weiß woher sie kommt. „The Form ist he Message“ – Lebanon lebt von seiner Perspektive. Nie sehen wir die realität, immer nur, wie die Soldaten, ein Abbild. Die reale Außenwelt – nicht Ihr Abbild durch das Gyroskop des Schützen - dringt nur ein, wenn der Oberoffzier von außen die Luke öffnet und zu den Soldaten hineinsteigt. „Es nennt sich Krieg und ist üblicherweise gefährlich“ sagt er, als er die Luke wieder hinter sich schließt.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Wir, die Zuschauer, sind „embedded“, wir erleben mit, aber wir uns wird werden eines Narratives beraubt, wie es z.B. „&lt;span&gt;&lt;span&gt;Waltz with Bashir&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;“ erzählt. &lt;span lang="EN-US" xml:lang="EN-US"&gt;Und so will ich mir einerBewertung anschließen, die ich in einem Forum fand: „Yes, it’s true, I will not call this film a masterpiece but it most definitely does catch the emotions and fears of a young soldier.”&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;P.S.: Slavoj Žižek nimmt in einem Vortrag auf beide Filme negativ Bezug. Žižek ist der Meinung, dass ein Fokus auf die menschlichen (individuellen) Leiden des Krieges von der politischen Entscheidbarkeit ablenken soll. Wo für die Protagonisten der Filme der &lt;span&gt; &lt;/span&gt;Krieg als solches nicht mehr entscheidbar ist, war für die aus den ausgelagerten, politischen, Protagonisten der Krieg eine Möglichkeit unter anderen, die in den Filmen unsichtbar geworden sind. Ich glaube, dass durchaus beide Sichtweisen notwendig sind – es ist schließlich auch die Menge der über Bilder aufgerüttelten Individuen, &lt;span&gt; &lt;/span&gt;die in einer Demokratie über Krieg und Frieden entscheidet, oder entscheiden sollten.&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/2505585168</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/2505585168</guid><pubDate>Wed, 29 Dec 2010 02:55:49 +0100</pubDate></item><item><title>Allein und weit weg: Moon (2009)</title><description>&lt;p&gt;Ducan Jones, der Sohn David Bowies, hat einen ersten Spielfilm in die Kinos gebracht: „Moon“ ist ein sehr gelungenes, unprätentiöses Independent-SF-Drama, gedreht mit einem Schauspieler in einem englischen Studio das an die Zeiten erinnert als Tarkowski für Solaris in seinem Bad drehte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;object width="640" height="385"&gt;
&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/twuScTcDP_Q&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/twuScTcDP_Q&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Sam Bell (&lt;span&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0005377/"&gt;Sam Rockwell&lt;/a&gt;) &lt;/span&gt;lebt alleine mit dem Stationsroborter Gerty (Stimme: &lt;span&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0000228/"&gt;Kevin Spacey&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;) auf einer &lt;span&gt; &lt;/span&gt;Raumstation auf der Rückseite des Mondes, &lt;span&gt; &lt;/span&gt;um für „Lunar Corporations“ saubere Energie aus Mondstaub zu gewinnen. Kurz bevor sein Dreijahresvertag ausläuft und er auf die Erde zurück kann, hat er einen Unfall, dessen Folgen das Leben auf der Mondstation völlig durcheinander bringen. Der Plot ist dabei geschickt konstruiert, denn genau genommen kommen die Sachen durcheinander weil genau das eingetroffen ist was Getsy behauptet: „du hattest einen Unfall …….“. Weil die Lüge dieses mal der Wahrheit entspricht wird Sie als Lüge sichtbar.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Moon ist steht in einer SF-Tradition in der die großen Fragen der Condition Humana abseits der Erde verhandelt werden, vor allem die Frage wann ein Individuum ein Individuum ist. Jones selbst sagt in einem Interview über Moon, er sei vor allem von den SF-Filmen der späten Siebziger inspiriert gewesen, in denen „Arbeiter, glaubhafte Menschen“ in einem SF-Szenario gezeigt wurden.&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;(&lt;a title="Interview mit Ducan Jones" href="http://www.imdb.com/video/imdb/vi3453682201/"&gt;Interview&lt;/a&gt;) Daneben enthält Moon Ideenstränge vieler SF-Klassiker, die Jones zu einem neuen, genuin eigenen Film verbindet.&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;Nennen wir hier beiden Klassiker mit denen man selten falsch liegt: Bladerunner (die Idee vom „falschen“ Menschen der auf den ersten Blick nicht vom „echten“ zu unterscheiden ist, und auch selbst von seiner Kondition nichts weiß; auch der „allmächtige“ Konzern „Lunar Corporations“ erinnert sehr an TYRELL), 2001 Odysee im Weltraum („die Maschine hat Informationen die der Astronaut nicht hat, und hat mehr Entscheidungsgewalt als er“ ).&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Wenn wir beim Thema Computer bleiben, dann hat Getsy einen Platz in der „Roborters Hall of Fame“ verdient. Das Design dieses Roborters ist fantastisch. Gertsy hat eine Art Körper (einen Greifarm, eine Kamera) und eine Art Seele (die er in Form von Emotions-Smileys auf einem Monitor vor sich herträgt). Im Laufe des Films kommt der Computer in ein moralisches Dilemma: seine programmierte Loyalität Sam gegenüber -&lt;span&gt; &lt;/span&gt;„ich bin hier um dir zu helfen“ - steht plötzlich im Konflikt zu seiner Loyalität dem Konzern gegenüber. &lt;span&gt; &lt;/span&gt;Interessant ist, dass die Überlegenheit des Menschen normalerweise darin besteht, dass er in die Mechanik des Computers eindringen kann, um seine Gedanken zu verändern (siehe 2001). In Moon ist es umgekehrt: die Menschen (Klone) sind mechanisch, und werden alle drei Jahre ersetzt, während Getsy, der Computer, die Entscheidung neu gestartet zu werden aus moralischem Antrieb treffen und durchführen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Allerdings kann es den Eindreuck vervälschen „Moon“ all zu sehr zu intellektualisieren. Es ist das herausragende an diesem Film, dass er einerseits einfach, andererseits fundamental ist. Was tut man, wenn man herausfindet, dass man austauschbar ist? Was tut man, wenn man weiß, dass alles eine Illusion ist? Sind falsche Erinnerungen Echt? Diese und andere Fragen stellt Moon, ohne Zeigefinger, ohne übermäßige Effekte und mit einem Ensemble aus Produktionsdesign und Enselmbe das so gelungen ist, eben weil alles natürlich aussieht –der Roboter (sehen den Roborter nicht so aus?) die Raumstation (eine ganz normale Raumstation!) und der &lt;span&gt; &lt;/span&gt;mit einer subtilen Fantasie, &lt;span&gt; &lt;/span&gt;einem tollen Produktion-Design und schließlich dem wunderbarden Spiel von &lt;span&gt;Sam Rockwell &lt;/span&gt;(genau so sieht ein Weltraumarbeiter aus!). Dahinter steckt natürlich ein akribischer Regisseur, von dem wir noch vieles erwarten können.&lt;/p&gt;

&lt;p class="MsoNormal"&gt;P.S.: hier noch eine kleine, persönliche,&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;Computer Hall of Fame.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Hal (2001):&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;img align="right" height="100" width="100" alt="hal" src="http://img186.imageshack.us/img186/5915/600pxredcameraeyesvg.png"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;Hat in dem Sinne keinen Körper, sondern nur eine Stimme und ein rotes, gefährliches, Kameraauge. &lt;span&gt; &lt;/span&gt;Sein Ziel ist es Jupiter zu erreichen. Der scheinbare Störfaktor: die Besatzung. Die logische Folgerung: Sie zu töten. Wird von einem Astronauten deaktiviert, zeigt sich dabei aber als Menschlich,&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;indem er Angst vor dem Nichtsein hat und vor dem Tod Kinderlieder singt.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Bombe 20 (Dark Star):&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;img align="right" height="150" width="200" alt="bombe 20" src="http://img84.imageshack.us/img84/8853/bomb20a.jpg"/&gt;Das Ziel: Explodieren. Das Hindernis: das die Besatzung genau das nicht will, und mit einem phänomenologischen Apell an Bombe 20 versucht sie davon abzubringen. (Die Diskussion ist hier zu finden: &lt;a href="http://www.thedarkstar.de/bombe20.html"&gt;&lt;a href="http://www.thedarkstar.de/bombe20.html"&gt;http://www.thedarkstar.de/bombe20.html&lt;/a&gt;&lt;/a&gt;).&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;Explodiert trotzdem mit den Worten „Es werde Licht.“&lt;/p&gt;

&lt;p class="MsoNormal"&gt;Getsy (Moon):&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;img align="right" height="160" width="200" src="http://img20.imageshack.us/img20/2979/moongerty202.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Hat einen klumpigen Roboterkörper der mit der Raumstation verbunden ist, aber auch einen Geist (Stimme und Emotions-Bildschirm). Soll für Ordnung sorgen, aber auch dem Astronauten helfen. Entscheidet sich im Loyalitätskonflikt für den Astronauten und startet sich neu. &lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/960001152</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/960001152</guid><pubDate>Mon, 16 Aug 2010 03:10:02 +0200</pubDate><category>Moon</category><category>SF</category><category>Science Fiction</category><category>Ducan Jones</category><category>Gerty</category><category>Robertors Hall of Fame</category><category>HAL</category><category>Bombe 20</category></item><item><title>Odysee eines "Working-Class Antiheroes": Mammuth (2010)</title><description>&lt;p&gt;&lt;span&gt;Meine Liebsten Szenen sind jene, wo wir Mammuth einfach nur französische Landstraßen hinunterfahren sehen. Gerard Depardieu verkörpert diesen Mann: wuchtig, massig, und mit einem Gesicht wie aus Stein gemeißelt, wenn er auf die Landstraße blickt; es ist dort so viel eingemeißelt, dass es zu betrachten kaum langweilig wird.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;br/&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt; 
&lt;object width="640" height="385"&gt;
&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/wc2YqfjHKKM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/wc2YqfjHKKM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;br/&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Nach seinem letzten Tag im Schlachthaus geht Mammuth (Gerard Depardieu) in Rente und hat scheinbar nichts mehr vor sich als ein Puzzel mit 997 Teilen. Da ihm aber für seine Rente 10 Dokumente fehlen, schwingt er sich auf sein altes Motorrad und fährt seine alten Arbeitgeber ab: Dorfkneipen, Rummelplätze und Clubs in Frankreichs tiefster Provinz. Eine Reise in die Vergangenheit.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Im Hause seines Bruders trifft er auf Solange (Miss Ming), ein entrücktes Mädchen, dass bizarre Kunstwerke aus Kuscheltieren zusammennäht. Der Idiot und die Verrückte werden einen Moment lang das einzig positive Paar des Films – eine optimistische Weltsicht ist das nicht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Mammuth experimentiert. Wenn Depardieu den Strand nach Münzen absucht, ist das gut. Wenn Isabelle Adjani mit Horrorfilmmakup die zwanzigjährige, verstorbene Geliebte Mammuths darstellt weniger.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Am Ende will der Roadtrip sich nicht zu einer Geschichte verknüpfen. Und dem Zuschauer bleibt nur Depardieus Statur im Kopf: Mammuth.&lt;/span&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Der Hollywood Reporter sieht es ähnlich:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.hollywoodreporter.com/hr/film-reviews/mammuth-film-review-1004069576.story"&gt;&lt;a href="http://www.hollywoodreporter.com/hr/film-reviews/mammuth-film-review-1004069576.story"&gt;http://www.hollywoodreporter.com/hr/film-reviews/mammuth-film-review-1004069576.story&lt;/a&gt;&lt;/a&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Hier die Mappe von der Berlinale:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;a href="http://www.berlinale.de/external/de/filmarchiv/doku_pdf/20105362.pdf"&gt;&lt;a href="http://www.berlinale.de/external/de/filmarchiv/doku_pdf/20105362.pdf"&gt;http://www.berlinale.de/external/de/filmarchiv/doku_pdf/20105362.pdf&lt;/a&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/729025846</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/729025846</guid><pubDate>Wed, 23 Jun 2010 15:30:59 +0200</pubDate></item><item><title>Eigentlich ist es mehr so ein Gefühl: „hahaha“ von Hong Sang-Soo.</title><description>&lt;p&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich entdeckte Hong Sang-soo vor einigen Monaten zufällig und durch einen &lt;a title="Night and Day trailer" target="_blank" href="http://www.theauteurs.com/films/54"&gt;Trailer&lt;/a&gt;. Nach zwanzig Sekunden dachte ich „das ist einer von den großen“, nach einer Minute war ich mir sicher. Nun wissen es viele mehr: sein Film „hahaha“ war Gewinner des Wettbewerbs „un certain regard“ in Cannes. Und dank einer Wiederholung in Paris konnte auch ich endlich einen ganzen Hong sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;object height="385" width="480"&gt;
&lt;param value="http://www.youtube.com/v/7-BttGmnVyw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" name="movie"&gt;&lt;param value="true" name="allowFullScreen"&gt;&lt;param value="always" name="allowscriptaccess"&gt;&lt;embed height="385" width="480" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/7-BttGmnVyw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[Scorcese kannte Ihn natürlich schon vor mir. Bemerkenswert, wie immer, seine agile Scorcesekopfhaltung, seine Scorcesebrauen und seine Fähigkeit Namen jeglicher Herkunft auszusprechen]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;&lt;img align="right" src="http://img709.imageshack.us/img709/9151/hahahahr.jpg" width="225" height="323"/&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Hahaha beginnt in Schwarzweiß-Standbildern. Er handelt von den Geschichten zweier Freunde, die beide ein paar Sommertage in „&lt;span&gt;&lt;span&gt;Tongyeong“ verbrachten, und sich nun beim Schnaps Ihre Geschichten erzählen. Es handelt sich bei den beiden Männern um ein dicklichen Regisseur mit flaumigem Schnurrbart – selbstredend noch filmlos – und ein depressiven Filmkritiker der mit seiner Geliebten reist. Ohne es zu wissen, spielen in Ihren Geschichten dieselben Plätze und dieselben Personen verschiedene Rollen. Frauen, natürlich. Und natürlich auch der Gegenpart der beiden ständig nachsinnenden Männer: ein ehemaliger Soldat, nun Poet und Frauenheld.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Die Kamera ist einfach, die Farben natürlich. Man liest das Hong mit sehr geringen Produktionskosten dreht. Aber dennoch ist man vom ersten Bild an eingesogen in ein Hong-Gefühl, ein melancholisch-stoisches Gefühl, das die Charaktere umweht die zu schwach sind etwas zu ändern und zu schwach um es nicht zu versuchen.&lt;br/&gt;In einer schönen Szene will sich eine Junge Museumsangestellte sich von ihrem Poeten trennen der Sie betrog. „Steig mir auf den Rücken“ sagt Sie. „Warum,“ fragt der Poet. „Ich trenne mich von dir, und ich will dich davor auf meinem Rücken getragen haben. Mach jetzt.“ Er steigt auf Ihren Rücken, natürlich ist er zu schwer, ihre Stöckelschuhe brechen ab und beide Fallen zu Boden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;img src="http://img709.imageshack.us/img709/4076/ndpost2.jpg" align="right" height="350"/&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;So weit ich es Überblicken kann sprechen alle Filme Hong’s von Künstlern und Frauen; von den wirklichen Frauen und den Frauen, die die Künstler sehen. Manchmal schmeichelt Ihnen das Bild, manchmal glauben Sie, es habe mit Ihnen nicht zu tun. Zuweilen scheint es, als gebe es eine tiefere Kommunikation zwischen den Künstlern und den Frauen, und dann wieder, als sei es ein glücklicher Zufall gewesen, dass sie zur selben Zeit etwas sagten was wie eine Antwort auf den anderen klang.&lt;br/&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Über seine Arbeitsweise sagt Hong in Interviews, er würde meist ein Treatment mit rund 20 Ideen und den Drehorten verfassen, um die Szenen am Morgen der Drehtage zu schreiben. Vielleicht kommt aus dieser Arbeitsweise das Gefühl der Spontaneität. Er wisse ebenfalls nicht, so Hong, was er für einen Film machen wolle. Er entstehe zusammen mit den Schauspielern:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;&lt;span xml:lang="EN-GB" lang="EN-GB"&gt;We’re working on it together 100 percent. I can’t come up with it on my own. The process of how the movie gets moulded can only come strictly through interaction and whether it be the idea or whatever, it’s no use if there are no actors. The story gets decided on by setting on the actors. If Yu Jun-sang hadn’t played the part in “Hahaha,” he wouldn’t have been the same character in the movie. A different story would have been produced if the cast was different. That’s what I can tell you for sure.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;img align="right" src="http://www.ricci-art.net/img003/320.jpg" height="200"/&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Auf die Frage wen er als Vorbild habe, nennen viele Truffaut (und die Art wie er Frauenbeine betrachtet, erinnert tatsächlich immer wieder an “Der Mann der die Frauen liebte”). Hong selbst jedoch nennt Cézanne:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;
&lt;p class="article"&gt;&lt;span&gt;Nun, ich bewundere viele Filmemacher, Ozu, Buñuel, Murnau Aber der&lt;br/&gt;Künstler, dem ich mich am nächsten fühle, ist Paul Cézanne. Bei jedem Künstler stehen ja Abstraktion und Konkretion in einem bestimmten Verhältnis. Und bei Cézanne stimmt dieses Verhältnis für mein Gefühl einfach genau. Als ich zum ersten Mal Bilder von Cézanne sah, wusste ich sofort: Ja, das ist es!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class="article"&gt;&lt;span&gt;Man könnte daraus schließen, dass Kunst für ihn ein weiter Begriff ist. Ein “Künstler”, sicherlich nicht unbedingt jemand der Kunst schafft, sondern ein einer den seine Sinne in Schach halten. Man könnte Hong Sang-soo auch einen Maler von Geschichten nennen. Einen Gefühlsmaler, der nicht selten „awkwardness“ malt, dieses Wort, das keine echte deutsche Entsprechung hat. Ein Regisseur der seinen Figuren mit schrecklicher Neugierde, aber auch mit viel Respekt zusieht, der nicht urteilt sonder zeigt, der die Zuschauern zu Göttern macht die gütig und verstehend die Sterblichen belächeln können. &lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;object height="385" width="640"&gt;
&lt;param value="http://www.youtube.com/v/0JzmKm0q4bU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" name="movie"&gt;&lt;param value="true" name="allowFullScreen"&gt;&lt;param value="always" name="allowscriptaccess"&gt;&lt;embed height="385" width="640" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/0JzmKm0q4bU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p class="article"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;br/&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;***&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Eine gute Zusammenfassung seiner Filme findet sich hier:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span xml:lang="EN-GB" lang="EN-GB"&gt;&lt;a href="http://koreanfilm.org/hongsangsoo.html"&gt;&lt;span xml:lang="DE" lang="DE"&gt;http://koreanfil&lt;/span&gt;m.org/hongsangsoo.html&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Ein aktuelles Interview (engl) auf einer Seite zwischen koreanischen Zeichen:&lt;/span&gt;&lt;span xml:lang="EN-GB" lang="EN-GB"&gt;&lt;a href="http://10.asiae.co.kr/Articles/new_view.htm?sec=ent3&amp;a_id=2010052417295463087"&gt;&lt;span xml:lang="DE" lang="DE"&gt;&lt;a href="http://10.asiae.co.kr/Articles/new_view.htm?sec=ent3&amp;a_id=2010052417295463087"&gt;http://10.asiae.co.kr/Articles/new_view.htm?sec=ent3&amp;a_id=2010052417295463087&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span xml:lang="EN-GB" lang="EN-GB"&gt;&lt;a href="http://10.asiae.co.kr/Articles/new_view.htm?sec=ent3&amp;a_id=2010052414142942697"&gt;&lt;a href="http://10.asiae.co.kr/Articles/new_view.htm?sec=ent3&amp;a_id=2010052414142942697"&gt;http://10.asiae.co.kr/Articles/new_view.htm?sec=ent3&amp;a_id=2010052414142942697&lt;/a&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span xml:lang="EN-GB" lang="EN-GB"&gt;&lt;a href="http://10.asiae.co.kr/Articles/new_view.htm?sec=ent3&amp;a_id=2010052015595303818"&gt;&lt;a href="http://10.asiae.co.kr/Articles/new_view.htm?sec=ent3&amp;a_id=2010052015595303818"&gt;http://10.asiae.co.kr/Articles/new_view.htm?sec=ent3&amp;a_id=2010052015595303818&lt;/a&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span xml:lang="EN-GB" lang="EN-GB"&gt;Hier ein etwas älteres Interview, in dem Sang-soo über seine Arbeitsweise und Weltsicht spricht.:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span xml:lang="EN-GB" lang="EN-GB"&gt;&lt;a href="http://lightsensitive.typepad.com/light-sensitive/2009/10/hong-sangsoo.html"&gt;&lt;span xml:lang="DE" lang="DE"&gt;&lt;a href="http://lightsensitive.typepad.com/light-sensitive/2009/10/hong-sangsoo.html"&gt;http://lightsensitive.typepad.com/light-sensitive/2009/10/hong-sangsoo.html&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/651802921</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/651802921</guid><pubDate>Tue, 01 Jun 2010 04:12:00 +0200</pubDate><category>scorcese</category><category>cannes 2010</category><category>hahaha</category><category>un certain regard</category><category>winner</category><category>gewinner</category><category>Hong Sang-Soo</category></item><item><title>Abgesang</title><description>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Auf den breiten Gehwegen vor dem canner Bahnhof rieben sich am Samstag vor Festivalende Massen von Kommenden gegen Massen von Gehenden. Die kommenden sind vor allem junge Mädchen aus Nizza, in kurzen Röcken und langen Wimpern; zur Croisette pilgernd um dort noch oder einmal den erschöpften Sternchen ein Fotos oder eine Nächte abzuringen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Die Gehenden wirken machmal verloren, als hätten sie nicht damit gerechnet, dass alles so schnell wieder vorbei sein würde. Sie tragen große Taschen neben Sonnenbrand, Sie stehen auf den Bahnsteigen herum und versuchen Tickets zu kaufen.Aus der langen Schlange zum Ticketschalter raunen vielsprachige Selbstkasteiungen des Tenors „warum habe ich nicht früher ein Billet gekauft?“. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Gewonnen hatte am Ende Onkel B: &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;object width="640" height="385"&gt;
&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Jk-EoUb0nvg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/Jk-EoUb0nvg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;&lt;br/&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span xml:lang="EN-GB" lang="EN-GB"&gt;Angeblich hat er noch keinen Verleih in deutschland Gefunden. Gesehen habe ich Ihn nicht, aber vom Trailer her zu schließgen gibt es Filme diesen Schicksals um die es trauriger ist. &lt;br/&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Schauspiel gewann Binoche (Copie Conform) und Bardem (Bieutuful):&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;object width="640" height="385"&gt;
&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/-P_Pi21qEjg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/-P_Pi21qEjg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Copie Conforme soll sehr gut sein. Mich hatte man leider in letzter Sekunde nicht reingelassen. Klassischer Arthouse.&lt;/span&gt;&lt;span&gt; Bieutuful anderseits soll sehr langweilig sein, zumindest sagten das alle mit den ich sprach:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;object width="640" height="385"&gt;
&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/fwq3SAdnwTU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/fwq3SAdnwTU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Man and gods bekamen einen Jurypreis:&lt;br/&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;
&lt;object width="640" height="385"&gt;
&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6tsnPmmVYx4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/6tsnPmmVYx4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;
&lt;span&gt;[man beachte den schönen letzten Satz “es ist zu früh um zu ent&lt;/span&gt;&lt;span&gt;eiden] &lt;br/&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Regie gewann Tournée von Matthieu Amalric. In einem Interview mit der franzöischen Kulturzeitschift “Telerama” (Spex-artig) erzählt er, er habe die Schauspielerinnen vor allem durch sein eigenes Schauspiel geleitet. Dennoch: wahrscheinlich wollte man wenigstens einen Film  unter den Siegern haben der ein wenig gute Laune verbreitet:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;object width="640" height="385"&gt;
&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/PWGm_X4KCdI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/PWGm_X4KCdI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;&lt;br/&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Und mir bleibt allen die gelesen haben zu danken, und euch um ein kleines Feedback zu bitten. Was hättet ihr gerne gelesen, und was hätte ich mir sparen sollen, und was hat gefallen: Start | Stop | Continue&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Und aus dem Badge wird bis zum nächsten Jahr nun ein Schlüsselanhänger.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/637495914</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/637495914</guid><pubDate>Thu, 27 May 2010 14:35:00 +0200</pubDate></item><item><title>Skitzen zwischen schlechten Filmen</title><description>&lt;p&gt;Gestern nur schlechte Filme, deren Namen nicht erwähenswert sind. Desweiteren einschläfernde, Experimentalkurzfilme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am abgesperrten Strand hinter den kleinen weißen Ländertipis liegen die Besucher des 63 Filmestivals in Cannes in der Sonne. Unter ihnen eingeschlichene wie Ich, die nach dem Kaffe süchtig geworden sind, den man bekommt, wenn man sich nach Italienischen coproduktionen erkundigt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu meiner rechten liegt eine junge Frau, ende zwanzig mit rotem Gesicht und blonden schulterlangen Haare die im Liegen wie ein Rechen aufgegangen sind, den Blackbury am Ohr und Tränen in den Augen. “Zwei Monate schon,” meint sie zu wissen “geht das schon so… J’en ai mare! Ich habe genug, genug habe ich davon.” […] “Drei Monate schon geht das so, ich habe genug.” […] “Um zehn sagst du, ja, doch, dann bis zehn”&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Links von mir eine Gruppe Amerikaner. Verdacht auf Jungproduzenten. Drei Jungs und ein Mädchen; ein Bauchansatz mit Kurzhaarfrisur, ansonsten alle mit Schulterlangem, durchgearbeitetem Haar, und wenn möglich mit gepfegtem Fünftagebart. Der surfigste von Ihnen, während er Sonnencreme in unter die schmale blaue Badehose des Mädchens reibt: “It’s so boring to watch Movies in Cannes. After a day of meetings, you’re tirded. Then you’ve got to wait until everyone’s seated, like 20 minutes. Then you fall asleep. You wake up when Joney Depp is on screen and you think “wow. that’s Jonny Depp.”&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Le Cinema est ma maitresse&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein guter Film über Ingmar Bergmann in dem Scorcese mit seiner Eisverkäuferstimme Voice Over macht. Einen Satz von Strindberg behalten: “Despite my understandable Melacoly in never could take things completly serious.”&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/616757060</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/616757060</guid><pubDate>Thu, 20 May 2010 20:13:58 +0200</pubDate><category>Cannes</category><category>Scorcese</category><category>Schlaffilme</category><category>Kaffe</category><category>Weinenda Amerikaner in Schlafanzügen</category></item><item><title>5 x Favela, por nos mesmos</title><description>&lt;p&gt;5 x Favela, por nos mesmos, auf deutsch “5 x Favelas, nun von uns selbst” ist eine Sammlung von fünf Kurzfilmen, von fünf Regisseuren die selbst in den Favelas aufgewachsen sind. Laut Hollywoodreporter wurde immer mit der selben Crew gedreht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Qualität der Filme war beeindruckend. Vor allem aber brachen Sie mit dem mitleidigen Ton der vielen großen Produktionen zu eigen ist, wenn Sie von Armenvierteln sprechen. Statt dessen zeigen die Regisseure das Leben zwischen dem Elend, dass Glück welches die Protagonisten zu leben versuchen - und von einem düsteren Kurzfilm über die Rache eines Bandenchefs abgesehen, sind alle Filme hoffnungsvoll obwohl Sie ihre Geschichten zwischen Armut und Korruption spielen. Aber das Elend ist eben nicht Geschichte, sondern eine Tatsache von dem man hofft sie werde überwunden. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img height="333" width="500" alt="favela" src="http://img684.imageshack.us/img684/4358/favela5.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fünf verschiedene Blicke auf die Favelas, fünf gut gefilmte Geschichten aus Brasilien die es zu sehen lohnt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;P.S.: der Plot der einzelnen Kurzfilme hier&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.hollywoodreporter.com/hr/film-reviews/5-x-favela-now-by-ourselves-film-review-1004091866.story"&gt;&lt;a href="http://www.hollywoodreporter.com/hr/film-reviews/5-x-favela-now-by-ourselves-film-review-1004091866.story"&gt;http://www.hollywoodreporter.com/hr/film-reviews/5-x-favela-now-by-ourselves-film-review-1004091866.story&lt;/a&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://eingewisserblick.de/post/611708077</link><guid>http://eingewisserblick.de/post/611708077</guid><pubDate>Wed, 19 May 2010 03:43:50 +0200</pubDate></item></channel></rss>

