zu beginn:
Das Los kostet fünf Euro und zwischen dem naturfarbenen Schuhkarton in dem es verschwindet und seiner Aufschrift liegen Welten: „Festivals de Cannes“. Handgeschrieben, in einer Mädchenschrift mit rechtsdrall. Hinter dem Tresen des „Bureau des Art“ steht ein adrettes pariser Mädchen mit schulterlangem braunem Haar und Seitenscheitel, lächelt, und sagt heute Abend werde gezogen. Ob man bei der Zeremonie anwesend sein könne, frage ich, ob es Musik gäbe. Sie lächelt weiter Ihr Pariser Lächeln mit vielen schmalen Fältchen um den Mund.
Ich bin 25 Jahre alt und habe noch nie etwas gewonnen außer einmal in der Glückspirale den Wert des Loses. Ich mache Erasmus wie viele, an der Sciences Po in Paris, wie einige und habe die Tombola auf dem Heimweg vergessen. Vor dem Schlafengehen – nicht nochmal an den Computer! - eine Mail. Betreff: „Festival de Cannes“.„Dein Name wurde in der Tombola gezogen“ heißt es da „Herzlichen Glückwunsch“. Mein winziges Zimmer ist viel zu klein für mein Glück. Ich fahre nach Cannes.
**
Nun bin ich dort und habe alles außer eines Fotoapparates. Ich werde mich aber bemühen genau zu beschreiben. Und bin offen für alle Tipps, Missionen und Anregungen. Bis bald!
-
maximuschka liked this
-
eingewisserblick posted this