Super: die Heldenaffen
“Planet der Affen Prevolution” ist ein Prequel zur 1968 begonnen Planet der Affen Reihe. Ein wundervoller SciFi-Actionfilm und absolut sehenswert.
Will Rodman (James Franco) ist Forscher bei Genesys, und entwickelt eine Gentherapie gegen Alzheimer an dem auch sein Vater leidet. Tests an Menschenaffen zeigen, dass sich durch das Medikament die kognitiven Fähigkeiten stark verbessern, die Forschung wird aber zunächst aus Geldgründen eingestellt. Als alle Affen wegen der Beendigung des Projekts getötet werden, nimmt Will Cesar, ein Affenbaby, nach Hause, das diese genetischen Anlagen geerbt hat. Im Heranwachsen kommt er mit der menschlichen Gesellschaft in Kontakt und führt schließlich die Befreiung der Affen in San Francisco an.
„Der erste Film erzählt aus der Perspektive eines intelligenten Tieres“ rühmen sich die Produzenten. Aber es war wirklich eine gute Idee die Geschichte aus Cesars Sicht zu erzählen. Die Grundidee des Plantets der Affen, dass die menschliche Gesellschaft sich moralisch überlebt hat, setzt dieser Film geschickt um, und befriedigt damit auch unser Bedürfnis als Zuschauer. Cesars Aufstieg zum Führer der Affen wird als mythische Heldwerdung erzählt: Trennung von den Liebsten, Erniedrigung, schließlich Aufstieg unter den seinen und Sieg gegen die Feinde.
Heute, in postheroischen Zeiten, ist es uns suspekt ungebrochene Helden zu sehen. Wenn aber wenn menschliche Affen das Joch der Knechtschaft abwerfen, sich aus Parkzäunen Speere herausreißen und damit gegen Gewehre kämpfen, dann können wir uns wohlig in den Kinosessel pressen und all unsere Sehnsüchte nach Heldentum befriedigen. Der Kampf der Affen ist dabei immer von antiken Motiven geprägt: sie bilden Phalanxen und kämpfen mit Schildern und Speeren, die Sie durch Umdeutung von Dingen schaffen, die Sie in der Stadt finden. Die Finale Schlacht findet auf der Golden Gate Bridge statt. Wir hoffen, dass die Affen siegen, denn ganz nach dem Original von „Planet of the Apes“ sind Sie die besseren Menschen.
Visuell ist der Film packend, klassisch erzählt, aber mit vielen spannenden visuellen Details gespickt wenn die Affen sich die Stadt “aneignen”. Jeder der großes Unterhaltungskino schätzt kann sich auf den Film freuen.
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Trivia: Die Vorlage zum allerersten Planet der Affen, stammt französischen Schriftsteller Pierre Boulle der auch „die Brücke am Kwai“ schrieb. Beide verfilmungen der so unterschiedlichen Bücher wurden riesige Kinoerfolge.